bz Basel vom 11.06.2026
Der FC Basel macht Vereinsvorstand Nicole Leuthardt zur Chief Women’s Football Officer.
Christoph Kieslich
Der FC Basel macht vorwärts bei der Neubesetzung der wichtigsten Positionen in seiner Frauenfussball-Abteilung. Nicole Leuthardt, die bisher schon dem Vorstand des Vereins FC Basel 1893 angehörte, wird ab 1. September als sogenannte Chief Women’s Football Officer die Gesamtverantwortung übernehmen und überdies Einsitz in die Geschäftsleitung der FC Basel 1893 AG nehmen.
Nach dem Abgang von Trainer Omar Adlani und Abteilungsleiter Fabian Sanginés zum Ende dieser Saison hat der FCB mit der Rückkehr von Danique Stein als Cheftrainerin und Leuthardt zwei Lücken geschlossen. Überdies soll noch eine weitere Person für den sportlichen Bereich installiert werden.
Der FCB will mit diesen Personalentscheidungen den Stellenwert des Frauenfussballs im Klub unterstreichen und die Entwicklung gezielt voranbringen. Verwaltungsratspräsident David Degen, dem laut Organigramm des Klubs bisher die Aufsicht über den Frauenfussball oblag, freut sich, «mit Nicole Leuthardt eine äusserst kompetente und engagierte Basler Persönlichkeit für diese Aufgabe gefunden zu haben. Sie hat ein sehr gutes Verständnis von Führung, Organisation sowie Struktur und ich bin sicher, dass sie in der FCB-Frauenabteilung die notwendigen Hebel in Bewegung setzen wird. Mir ist es wichtig, dass wir auch in diesem Bereich sportlich das Maximum herausholen, dabei aber auch möglichst effizient und nachhaltig wirtschaften».
Leuthardt soll ihre Erfahrung und jahrelange Expertise als Unternehmerin und Geschäftsführerin einbringen. Dafür wird die 52-jährige Baslerin, die seit 2024 im Vereinsvorstand des FC Basel 1893 sitzt, ihre Tätigkeit als Partnerin in der Basler Kommunikationsagentur Fadeout beenden. Sie sagt: «Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit Danique Stein und dem ganzen Team die FCB-Frauen in Basel und der Region noch stärker zu verankern und den eingeschlagenen Weg der Professionalisierung konsequent weiterzugehen.» Die Women's Euro im vergangenen Jahr habe ihr gezeigt, welches Potenzial im Frauenfussball stecke.