Presseschau

bz Basel vom 08.05.2026

Andreas Rey will in den Vereinsvorstand

Eigentümer und Basis sollen beim FC Basel wieder näher zusammenrücken.

Jakob Weber

Die Mitglieder des FC Basel wurden am Mittwoch darüber informiert, dass sich Mitbesitzer und AG-Verwaltungsrat Andreas Rey an der ordentlichen Mitgliederversammlung am 18. Mai auch in den Vereinsvorstand wählen lassen will. Der bisherige Vorstand um Präsident Reto Baumgartner unterstützt die Kandidatur. Rey erklärt: «Nach den sehr herausfordernden Jahren am Anfang unserer Übernahme ist der FC Basel als Unternehmen wieder stabiler und es ist der richtige Moment, die Zukunft zu planen und zu gestalten. Diese kann unseres Erachtens nur gemeinsam sein. Meine Kandidatur ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung.»

Als Teil des Vereinsvorstands erhofft sich Rey ein «noch besseres Verständnis für die Anliegen des Vereins und dass dieses Bewusstsein in der Kommunikation über die Entscheide des Verwaltungsrats für mehr Klarheit im Verein sorgt». In den vergangenen fünf Jahren gab es immer wieder Streitpunkte zwischen den Besitzern und dem Basisverein. Zum Beispiel bezüglich des Kapitalschnitts, mit dem die Aktionäre den Verein aus der AG drängen wollten oder was die geheimen Geldflüsse via Horizon2026 AG anging. Baumgartner sagt: «Die Kandidatur ist ein starkes Zeichen des Zusammenrückens zwischen Verein und AG.»

Sollte Rey gewählt werden, nähert sich der FC Basel wieder dem Konstrukt an, das unter Präsident Bernhard Heusler und auch unter dessen Nachfolger Bernhard Burgener lange Usus war. Damals waren die Verwaltungsräte der AG oftmals auch Vereinsvorstand.

Mit Rey und dem Delegierten des Vereins in der AG, Baumgartner, sind in Zukunft wieder zwei Personen in beiden Gremien vertreten. Denn die Wahl dürfte auch in Anbetracht des Unmuts, den Rey aufgrund der Horizon- und der Kapitalschnitt-Geschichte bei den Fans auslöste, nur Formsache sein.

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