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SL Benfica

FC Basel

SL Benfica - FC Basel 0:2 (0:1)

Datum: 05.12.2017, 20:45 Uhr - Wettbewerb: Champions League 2017/18 - Gruppenphase

Stadion: Estádio da Luz (Lisboa) - Zuschauer: 22'470

Schiedsrichter: Jesús Gil Manzano Spanien

Tore: 5. Elyounoussi (Lang) 0:1. 65. Oberlin (Akanji) 0:2.

Gelbe Karte: 9. Xhaka. 63. Akanji. 68. Samaris. 75. Petretta (alle Foul).

SL Benfica: Svilar; Douglas, Lisandro, Jardel, Eliseu; João Carvalho, Samaris (73. Almeida), Pizzi (73. Barbosa) ; Zivkovic, Seferovic, Diogo Gonçalves (62. Jonas).

FC Basel: Vaclik; Suchy, Akanji, Balanta; Lang, Xhaka, Zuffi, Petretta (82. Riveros); Steffen (94. Fransson), Oberlin (88. Bua), Elyounoussi.

Bemerkungen: Benfica ohne Ruben Dias (verletzt). Basel ohne van Wolfswinkel, Serey Die, Vailati (alle verletzt) und Gaber (krank).

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Basel erreicht die K.o-Phase

Basel qualifiziert sich dank dem vierten Sieg im 6. Gruppenspiel für die Achtelfinals der Champions League. Den 2:0-Erfolg bei Benfica Lissabon sichern Mohamed Elyounoussi und Dimitri Oberlin.

Der Sieg in Lissabon ist das i-Tüpfelchen auf eine aussergewöhnliche Kampagne, die der Schweizer Meister so erfolgreich abschloss wie noch nie - mit zwölf Punkten aus sechs Spielen gegen den englischen Rekordmeister, den portugiesischen Champion und dem Zweiten aus Russland. Keineswegs eine Gruppe, die zum Durchmarsch einlud. Einfach wurde es dem FCB auch am letzten Spieltag nicht gemacht.

Bis in die 65. Minute lag der FC Basel nur 1:0 in Führung und Manchester United gleichzeitig daheim gegen ZSKA Moskau mit dem gleichen Resultat in Rückstand. Der FCB hätte sich bei einer Niederlage der Engländer nicht mal ein Remis in Lissabon leisten können. Und dem Ausgleich entkamen die Basler nach dem frühen 1:0 durch Elyounoussi in der 5. Minute mehrmals nur knapp. Sie zitterten, kämpften gegen einen Gegner, der durch die fehlenden Perspektiven eher befreit als niedergeschlagen wirkte.

Die 65. Minute brachte die Erlösung: In Lissabon schoss Oberlin, der Überflieger beim 5:0 im Hinspiel gegen Benfica, nach einem Freistoss und einer Kopfballverlängerung von Manuel Akanji das 2:0 und fast zeitgleich glich Manchester United aus. Die Engländer doppelten 66 Sekunden später mit dem 2:1 nach, womit die Entscheidung in der umkämpften Gruppe gefallen war.

Dafür, dass das Nervenkostüm der Basler trotz des unerwarteten Spielverlaufs in Manchester nicht allzu arg strapaziert wurde, sorgte Elyounoussi in der Startphase mit seinem Kopfballtor nach einer herrlich gezirkelten Flanke von Michael Lang, dem sein achter Skorerpunkt in den letzten sechs Partien gelang. Nach dem starken Start war der Aussenverteidiger wie seine Teamkollegen vorab in der Defensive gefordert.

Vielleicht waren die Basler über das perfekte Szenario etwas erschrocken, auf jeden Fall liessen sich sich nach dem Führungstreffer das Spiel von Benfica aufzwingen, verteidigten nicht immer geschickt und brachten den Ball bis zum 2:0 kaum mal sauber aus der eigenen Platzhälfte. Gefährliche Konter wie jener in der 38. Minute über Renato Steffen waren bis in die letzte Viertelstunde eine Seltenheit.

Benfica stand bereits als Gruppenletzter fest, spielte im Estadio da Luz vor einem spärlich erschienen, aber kritischen Publikum und hatte zu Beginn nur zwei Spieler auf dem Platz, die am letzten Freitag den Clasico gegen Porto bestritten hatten. Doch die Portugiesen spielten ansehnlich und hatten mehrere Möglichkeiten zum 1:1. Haris Seferovic, der Schweizer Internationale beim portugiesischen Serienmeister, zwang Tomas Vaclik in der Schlussphase der ersten Halbzeit nach einem schönen Solo zu einer von zahlreichen Paraden.

Im Februar und März wird der FCB zum dritten Mal einen Achtelfinal in der Champions League bestreiten. 2011/2012 scheiterte er dabei an Bayern München und drei Jahre später am FC Porto. Auch diesmal wird der Schweizer Vertreter die Rolle des Aussenseiters einnehmen, soviel ist schon vor der Auslosung am kommenden Montag klar. Denn der FC Basel ist im exklusiven Klub der Achtelfinalisten gemessen an der Wirtschaftskraft doch so etwas wie ein Exot.

Dem FCB gelingt es immer wieder und trotz personellen Veränderungen der vermeintlichen finanziellen Logik zu trotzen: Seit 2011 bestritt er fünf Champions-League-Gruppenphasen und zog dreimal in den Achtelfinal ein. Diesmal gibt es von der UEFA für den Einzug in die K.o-Phase sechs Millionen Euro, zusätzlich zu den den über 17 Millionen Euro an Prämien, die schon die Gruppenphase einbrachte.

Quelle: sda